Wir sind eine lustige bunte Familie. Wir haben alles im Griff und unsere Kinder sind immer toll. Als Pädagogen haben wir beide immer auf jede Herausforderung eine Lösung bzw. auf jede Frage eine passende Antwort....
So oder so ähnlich werden wir wahrgenommen.
Ja wir sind eine bunte Familie. Ja wir machen manche Dinge einfach anders.
Nun ist mein lieber Mann über mehrere Monate lang ausgebrannt und bekommt nun professionelle Hilfe.
Ich merke wie meine Nerven schwinden und es hier eher wenig harmonisch zu geht. Die Kinder bekommen alles mit und verarbeiten auf ihre Weise.
Die Große spielt viel mit ihren Freunden mal hier mal bei den Freunden zu Hause. Die Zweite würde das auch gerne, aber ich schaffe es nur manchmal Termine für sie zu organisieren. Der Lütte sagte heute, dass sein Papa nach Hause kommen soll!
Freunde von uns wissen Bescheid und beten für uns und fragen mal nach. Manche helfen ganz praktisch, in dem sie vorbeikommen und sich um die Rasselbande kümmern und mir hier zu Hause etwas beistehen. Das tut wirklich gut und hilft, einfach zu wissen, dass wir in dieser schwierigen Situation nicht alleine sind! Danke dafür! Und all Ihr anderen: Ich hab Euch nicht vergessen. Es ist einfach nur viel...
Behörden sind ein Kram für sich...
Beim Jugendamt fragte ich nach wegen Familienhilfe/ Erziehungsbeistand. Die zuständige Sachbearbeiterin ist noch bis kommenden Mittwoch im Urlaub, aber ich kann ihr schon mal einen Zettel hinlegen mit ihren Daten und ihrem Anliegen. Sie wird sie dann zurückrufen. Ja, sie können es auch sonst selber noch einmal versuchen. - Ehrlich gesagt, war ich zuerst stinksauer, da ich nun mal Hilfe benötige und keinen Sinn habe ewig zu warten bis etwas passiert! Aber fairerweise ;-) werde ich das nun durchziehen, egal wie lange es dauern wird. Denn ich möchte Hilfe haben, da mir der jetzige Zustand hier zu Hause nicht gefällt und eine Veränderung angesagt ist.
Krankenkasse:
Dort rief ich bei der Hotline an. Die Mitarbeiterin meinte, nach der Kurzfassung, dass mir nur eine Hilfe zustünde, wenn ich ausfallen würde. Worauf ich ziemlich wütend sagte, dass dann ja wohl eher eine andere Institution für unsere Kinder zuständig wäre. Sie lenkte ein oder ab, dass konnte ich nicht einschätzen und meinte, dass sie das weiterleiten würde und ich einen Rückruf bekäme.
Der kam auch und die Dame war freundlicher. Hörte sich das alles nochmal an. Machte mir nicht groß Hoffnung, dass uns das zustünde. Gab mir dennoch Tipps, was ich tun muss, damit evtl. doch eine Haushaltshilfe vom MDK bewilligt würde.
Fakt ist:
Ich werde das beides parallel laufen lassen. Dann bekomme ich aufjedenfall Hilfe.
So der Plan.
Der Lütte sollte ursprünglich im September in die Krippe kommen. Der will auch noch, aber seine Gruppe hat einen neuen Raum innerhalb des Kigas renoviert bekommen. Der nun endlich so weit fertiggestellt ist. Das Einzige was nun noch immer fehlt, sind die Möbel. Daher hatte ich gesagt, er muss nicht in die Notgruppe. Wir warten bis seine Gruppe fertig ist. Mein Leidensdruck ist nun aber sehr stark angestiegen, dass ich gesagt habe: JETZT!!! Also wird der Lütte bald ein Krippenkind sein. Dann wäre der Vormittag für mich einfacher. Schlaf nachholen, Kraft tanken. Haushalt auf die Kette kriegen... Noch so ein Plan von mir... Wie das genau abläuft, mal abwarten...
Mein Liebster und ich sind uns einig, dass wir dieses Chaos gemeinsam lösen wollen. Dass wir beide unsere Baustellen beseitigen möchten - ohne dabei auf der Strecke liegen zu bleiben...
Der, der uns beiden die Kraft dazu geben kann, ist immer noch in unserem Boot.
Gott ist einfach größer! Auch wenn es sich nicht immer so anfühlt. Auch wenn die eigene Kraft schwindet. Auch wenn ich nicht mehr ein, noch aus weiß. ER trägt uns. ER ist bei uns. Durch die Gebete und unseren Glauben.
Achja: Unsere Kinder sind toll! Da sind wir uns auch einig!
DANKE AN EUCH ALLE DA DRAUSSEN!!!
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