Der Ellenbogen an sich ist ein kompliziertes Gelenk. Man macht sich keine Gedanken über ihn, es sei denn, er ist irgendwie eingeschränkt. Besonders schlimm wird es, wenn man ne olle Treppe herunter fällt und sich nen komplizierten Trümmerbruch zu zieht.
Dann kommt man ins Krankenhaus und wird nach 3 Tagen operiert. Irgendwann geht es nach Hause. Muss zu diversen Nachuntersuchungen. Alles zur Kontrolle und mega wichtig. Beantragt man als Kassenpatient eine Bewegungsschiene, kann man sich statt 3 Tage Wartezeit auf locker 5- 7 Tage einstellen, wenn noch ein WE dazwischenfällt... Dann beginnt endlich die Krankengymnastik.
Man hofft dass die ganzen Prognosen nicht eintreffen und macht fleißig alle Übungen und wundert sich, dass es keine große Änderung gibt. Dann heißt es, wären sie besser mal früher gekommen...
Auf einmal ein Anruf aus dem Krankenhaus. "Es sieht nicht gut aus. Wir haben Ihnen schon mal einen Termin in einer Privatpraxis in xyz gemacht. Hier die Adresse und der Termin. War ja auch alles sehr kompliziert und schwierig. Und hier war noch was nicht ok. Daher haben wir überlegt, dass das das Beste für Sie ist."
Hörte sich so haarsträubend an, das erstmal Termin verschoben wurde und versucht wurde eine 2. Meinung einzuholen. Wartezeit wo man auch anruft. Sind ja noch andere krank/ verletzt. Endlich ein weiteres CT, Besprechungstermin, Weiterleitung zum nächsten Krankenhaus. Wieder Wartezeit. Der Arzt sieht sich alle Bilder an und liest aufmerksam die sich anhäufenden Arztbriefe. "Sie haben ein vielschichtiges Problem. Schraube stört, Knochenabsplitterungen, Verknöcherung an Gelenkkapsel, Knochen ist nicht richtig zusammengewachsen. Wäre nur eine Sache nicht in Ordnung, würden wir Sie operieren. Sie sollten damit zu einem Spezialisten gehen, der das öfter macht. Wir arbeiten mit abc zusammen, aber wenn sie in xyz schon einen Termin haben, geht das auch. Ich war in beiden Kliniken noch nie. Alles Gute Ihnen."
Echt krass. Einmal fallen, alles schrott.
Dann Termin beim Spezialisten. Lange Wartezeit (1 Std. rumsitzen), dann schaut sich der Arzt die Bilder an. Verwirrende Fragen, verwirrende Ausführungen. Der Arzt will noch eine aktuelle Röntgenaufnahme. Blick auf die Uhr. Ok, noch gute 3 Stunden bis der Zug fährt. Dann ist noch genug Zeit etwas zu Essen anschließend und evtl. ein Gang durch die große böse Stadt :-). Eingang der Klinik gefunden, Notaufnahme ebenso. Nur 15 Minuten warten. Alles im grünen Bereich. In Röntgenabteilung keiner an der Info, der Zettel, der dort hängt lässt den Rückschluss zu, das es automatisch weitergeht, durch die Anmeldung zum Röntgen. 1/2 Std. ist rum. 2 vor mir sind schon aufgerufen + einer, der nach mir kam. Info immer noch nicht besetzt. Eine weitere 1/4 Std. vergeht, eine Schwester geht in die Info und nimmt die gerade angekommenen 3 Patienten auf. Irritiert mache ich auf mich aufmerksam. "Oja, Sie sitzen schon lange hier. Ich nehme Sie schnell auf, dann sind Sie die nächste." 2 Leute sind noch vor mir dran, da ich noch nicht im System stehe. Als die 1 Stunde Wartezeit voll ist, greif ich zum Handy und mache lautstark meinem Unmut Luft. Plötzlich geht es ganz schnell. Bilder sind gemacht, nun schnell zurück zum Arzt. Langsam wird es knapp. 1 Std. bis zur Abfahrt. Noch nix außer etwas Apfel gegessen.
Nach der Röntgenbilderbesprechung gerade noch genug Zeit etwas Essbares am Bahnhof zu kaufen und den Zug zu erreichen ...
(gestürzt am 2.11.2013, geschrieben im März 2014)
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