Mir geht das Thema "Freundschaft" grad irgendwie nicht mehr aus dem Kopf. "Mit Dir durch dick und dünn", "einfach sein können, sich nicht verstellen müssen, drauflos quatschen können..."
In den letzten Wochen und Monaten fiel es mir mega schwer auch noch meine Fühler nach draußen zu strecken. Wenn ich es schaffte, hab ich wohl in den meisten Fällen jemanden gesucht, der mir unter die Arme greift oder einfach mal die Kinder schnappt, damit ich zu Terminen oder sonstigem kam... War sehr einseitig, aber ich hatte keine Kraft mehr, um mich auf andere stark einzulassen.
Ich bin ehrlich dankbar für all meine und unsere Freunde da draußen. Die Ihr in Gedanken, per kurzen Nachrichten, sms, Pns, Telefon, live und in Farbe bei uns wart und uns sogar mit Geld unterstützt! Vielen lieben Dank für all Eure Gedanken und Gebete! Das Wissen darum hat mich durch die schwere und anstrengende Zeit getragen!!!!
Freundschaften knüpfe ich nach den vielen Umzügen nicht mehr allzu schnell, aber wenn, dann hat man eine liebe Freundin in mir gefunden! Diese Freundschaften intensiv zu pflegen ging in den letzten Monaten einfach Kräfte mäßig nicht und da sind dann manche wie zarte Pflanzen einfach dran kaputt gegangen. Manches kam sehr überraschend, anderes war halt einfach so auseinander gelebt...
Sorry, aber ich hab da auch noch dran zu knapsen und bin auch sehr traurig darüber. Gerade dann tut es besonders weh, wenn man schon vieles gemeinsam bequatschen konnte, immer für einander da war und das ganze plötzlich nicht mehr so ist...
Mir ist klar, dass jeder und jede ihr Päckchen (bis zu vielen Paketen) zu tragen hat. Kenn ich ja auch von mir. :-) Doch gerade in Zeiten, wo nix mehr so ist, wie es einmal war und alles persönliche total in Frage gestellt ist. Wo ich plötzlich für alles alleine in Verantwortung stehe und den ganz normalen Alltagswahnsinn alleine wuppen muss, weil mein Mann nun einmal gerade krank ist und nicht mehr kann und diese Sorgen um ihn noch oben drauf kommen... Da musste ich Prioritäten setzen. Ganz klar waren die Kinder, mein Mann und ich an aller erster Stelle! Dann kamen so Sachen wie Termine, sei ist alltägliches wie Leichtathletiktraining der Mädels oder Arzttermine wie U- Untersuchungen, Ergo, Therapeutengespräche... und wann besuche ich meinen Mann? Anfangs wollte ich sooft es ging bei ihm sein, da sind wir 2-3x die Woche nach Emden gefahren und haben ihn dann zur Belastungserprobung am Wochenende nach Hause geholt (Sa) und wieder hingebracht (So). Als ich merkte, dass mir das zu viel wurde, haben wir beschlossen, dass wir ihn 1x unter der Woche besuchen und manchmal noch ein 2. Mal kommen... Das hatte viel zusätzlichen Stress herausgenommen.
Da war es schön zu wissen, dass die Mädels ab und zu zu ihren Freunden konnten und einfach spielen und dem Alltag entfliehen dürfen. Ablenkung und Kind sein, dass wollte ich ihnen zu gestehen und ich glaube, dass haben wir alle zusammen gut hinbekommen. Sogar Freunde von weiter weg kamen vorbei und haben mir Ablenkung und Erleichterung beschert. Sei es einfach mal über irgendwas zu quatschen, den Kopf frei zu bekommen, im Haushalt zu helfen oder einfach nur die Kinder zu bespaßen und manches Mal sogar alles zusammen ;-)...
Jetzt kehrt bei uns so langsam wieder etwas mehr Normalität ein. Meinem Liebsten geht es zusehends besser. Das nimmt schon viele Sorgen weg, weil sie nicht mehr nötig sind. Wir werden die normalen Sachen wieder auf 2 Schultern verteilen, so nach und nach - weil es wieder besser geht und es schöner ist Verantwortung teilen zu können. Wir haben uns entschieden für eine begrenzte Zeit ein Zweitauto zu gönnen, dient auch der Entlastung, da ich für manche Termine einfach auch ein Auto benötige und der Liebste ja auch täglich seine km fahren muss und erst am Abend zurück ist.
Um zum Thema zurück zu kommen:
Für mein Verständnis trägt eine gute Freundschaft auch durch schwere Zeiten. Man ist für einander da, ob nun vor Ort oder in Gedanken/ Gebet, via f-book.
Es hat gut getan einfach mal losheulen zu dürfen, getröstet zu werden, reden zu können und zu wissen, dass ich ernst genommen werde, dass jemand anderes Anteil nimmt an unserem Leben.
Bald wird es wieder so sein, dass auch ich wieder ein offenes Ohr für meine Freunde habe. Die Kraft kehrt langsam wieder zurück. Vielleicht bin ich noch etwas wackelig auf "Freundschaftsbeinen" :-), doch mit der Zeit wird es besser werden. Falls ich manches vergesse, bitte nicht übelnehmen, das klappt noch nicht so gut. Doch auch das wird sich bestimmt etwas geben. :-)
Hey Ihr Lieben nah und fern! Ich danke Euch von ganzem Herzen für die letzten Wochen, Monate. Herzliches Dankeschön!!!! Auch im Namen der Lütten und des Liebsten!
Auf eine tolle weitere Zeit - auch mit Euch!
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