Dienstag, 8. Oktober 2013

Nachwuchs, auch Kinder genannt...


Sie sind ehrlich. Haben  ihren eigenen Sinn für Humor und lachen sich am Meisten über ihre eigenen Witze schlapp. Dies führt oft zum Mitlachen müssen. 
Von Anfang an haben sie ihren eigenen Kopp und finden ganz schnell heraus, wie sie den durchsetzen können. Mal mit viel Charme, mal etwas aggressiver, mal liebevoll, mal hintenrum, mal ganz (schrecklich) laut, mal ach einfach so... Schließlich müssen sie sehen, wo sie bleiben. 
Dann gibt es diese fürchterlichen Rivalen, mit denen man sich so rumschlagen muss, manchmal auch im wörtlichen Sinn. Gegen die muss man sich durchsetzen, sonst sind sie am Zug, kriegen sie mehr Liebe, Zuneigung, gar mehr zum Spielen!?! - also das geht gar nicht! Das darf nicht passieren. Also ran an den Kleinkrieg. Hier etwas sticheln, dort etwas ärgern. Aber auch mal was zusammen machen. Vielleicht auch mal verbünden, aber nicht zuoft. 

Vieles müssen sie noch lernen, eigentlich alles. 
Essen ist für sie toll, besonders wenn sie es endlich alleine dürfen. Endlich rumschmieren dürfen, tasten dürfen wie es sich anfühlt, was man so damit machen bzw. anstellen kann. Ach herrlich. Besonders toll ist auch mit Besteck und Händen alles in den Mund zu stecken. Dies wird jedoch nicht von allen Beteiligten so empfunden. 
Sozialverhalten ist wahrscheinlich eh eine Lebensaufgabe, daher ist es auch nicht so verwunderlich, dass dies oft eher zu wünschen übrig lässt (wie man so schön sagt). Selten merkt man, dass es irgendwie vorhanden ist, sie sich doch für andere interessieren. Und sei es nur, weil der andere krank oder einfach nicht da ist. Es ist meist nur ein kurzer Augenblick, da es immer etwas gibt, dem man seine ganze Aufmerksamkeit schenken kann oder sogar muss.
Laufen lernen ist für sie ganz wichtig. Erst dieses lästige hin- und herdrehen, robben, krabbeln, ach ja sitzen nicht vergessen, dann irgendwann mal endlich hochziehen und welch Erfolg, wenn es endlich klappt so mit einem Fuß vor den anderen und irgendwann auch ohne festhalten. Denn wenn dies alles geschafft ist, dann wird geklettert "was das Zeug hält".
Spielen wird immer wieder neu definiert. Immer wenn andere denken, dass sie wissen wie es funktioniert, wird gerade wieder etwas Neues entdeckt. Man könnte auch sagen, es gibt nicht viel vorhersehbares. Sie sind immer für eine Überraschung gut. Nicht jedesmal kommt es positiv rüber beispielsweise, wenn etwas kaputt geht. Gar ein Erbstück oder etwas anderes Wertvolles.

Was ganz Wichtig ist:
Sie sollten so viele Freiheiten haben, wie ihnen gut tun und so viele Grenzen wie sie benötigen. Bedeutet quasi, dass sie dringend SIE sein sollen. Nicht zu sehr zu gestopft werden mit Terminen, dass sie nicht mehr wissen, was es heisst draußen zu spielen, Zeit zu haben, vielleicht auch mal Langeweile erleben zu können.   
Sich schmutzig machen dürfen, auch mal etwas außer der Reihe machen, mal etwas unbeaufsichtigt tun- klar alles im Rahmen.          



(Dieser Text soll niemanden abschrecken! Er ist zum Schmunzeln gedacht, also in diesem Sinne!)